Wer Familienstellen in Australien 
erleben möchte, ist herzlich eingeladen auf unsre
Seminarfarm "Gayatri", 
170km nördlich von Brisbane.  

Im sonnigen subtropischen Südostqueensland
zwischen Noosa und Rainbow Beach, 
findet
fortlaufend fast jedes Wochenende Familienaufstellen statt,

 geleitet von Angelika und/oder Max, die
von Bert Hellinger persönlich autorisiert sind
Tel. Australien: OO61-75486618O
Billige Vorwahlnummern: :0190049, oder 01081,
am besten ab 24:00,  oder 11 bis 13 Uhr MEZ

Gayatri, Cedar Pocket Dam, Gympie, QLD 457Oe-mail: angelika@schenk.com
Einzelheiten und Bilder vom Seminarzentrum,  der Farm,  der wunderschönen Umgebung, der Anreise sind zu finden auf   www.gayatri.de  

Home
Gehen mit der Gottes-Liebe


Das vorbereitende Gespräch, bei dem der Familienstammbaum aufgenommen wird findet vorab gesondert statt, meistens telefonisch. In der Gruppe wird vor der Aufstellung nicht gesprochen, dies ermöglicht es den Teilnehmern der Aufstellung frei von äußerem Wissen sich einzufühlen in die jeweilige Rolle, und so in größerer Tiefe mit den 'Bewegungen der Seele' zu gehen.

Für dies Gespräch ist es hilfreich, vorher die "Familienfragen" durchzulesen und sich Zeit zu nehmen für den Familienstammbaum, 
in hinsicht auf alle schwerwiegenden Ereignisse


 

Die Größere Liebe
Bert Hellingers Weg der Verbindung des Getrennten 
durch
Familienstellen und „Bewegungen de Seele“  

Auf  Gayatri hat sich eine ganz selbverständliche Art von fluktuierender Gemeinschaft aus Menschen aller Kontinente gebildet. Der australische Umgangston erleichtert dies ohnehin. Jeder kann sich bei uns leicht wie zu Hause fühlen. Alle genießen das freundliche Miteinander, und neue Freundschaften entstehen leicht. Die freie Umgebung in der Natur tut ein Weiteres. Und wenn wir im Familienstellen die innere Situation der anderen Menschen am "eignen Leib" erleben und andere ebenso unser Schiksal nachfühlen lassen, schmelzen alle Grenzen von Angst und Vorurteil.
Mehr und mehr erleben wir uns wirklich als Mitglied der einen Menschheit, in der wir alle ein Stückchen des größeren Schicksals tragen, im Vertrauen, daß es in der großen Liebe gut weitergeht.

Praktisches:Kommen und Gehen ist flexibel, inklusive Verlängerung und im Prinzip immer möglich. 
Wir bitten aber um Anmeldung.
Kosten: von Freitag bis Montag früh, inklusive Seminar, eigne Aufstellung, Unterkunft und Essen 200E,
für Studenten und andere Kleinverdiener 150E. Jeder weitere Tag einschl. Essen 25E. 
Für längere Aufenthalte sind besondre Absprachen möglich.

Die Verpflegung geschieht in der Seminarküche, und wird gemeinsam von den Gästen organisiert, ebenso wie die Pflege der Seminarräume. Auch das trägt bei, sich ganz wie zu Hause zu fühlen. 
Wir wollen kein Hotel sein, sondern ein Ort der Gemeinschaft.


Nun zum Familienstellen selbst

Wir leben in einer Zeit gewaltiger Veränderungen. Inmitten von Tumulten, Terror und Tragödien fühlen doch viele von uns die Gegenwart wunderbarer neuer Energien und Vertrauen, die Zeit ist gekommen, 
in einem neuen Geist von Liebe zu leben, einer Liebe, die größer ist als alle bisherige. Immer mehr von uns haben in Bert Hellinger jemanden gefunden, der uns einen gangbaren Weg dieser Umwandlung zeigt.
 

Er zeigt uns
Wie tief unser persönliches Schicksal eingebunden ist in das unsrer Familie, unsrer Vorfahren, und weit größrer Bezüge,
wie wir zur Heilung unsrer Familien beitragen können,
wie Freiheit und Geborgenheit verwoben sind,
wie wir zu Stärke und Würde gelangen durch Annahme unseres Schicksals,
wie wir uns der Zukunft zuwenden können, indem wir uns mit Liebe, Respekt und Annahme umwenden.

Sein Weg führt uns auf eine Reise des Heilens in unserm unmittelbaren und größren Familiensystem. In all unseren Schwierigkeiten und tiefen Sorgen können wir fühlen, wie der Strom der Liebe ins Stocken geraten ist, in der Liebe zwischen Eltern und Kindern, in unserm weiteren Familiensystem, und zwischen Tätern und Opfern, kriegführenden Parteien, Religionen und Nationen, und Schließlich, in unsrer Beziehung zum Göttlichen.

Liebe existiert immer, aber nur wenn die Liebe frei und direkt fließt, wenn wir sie unmittelbar fühlen, können wir sie wieder als nährend und heilend erleben.
Und das Wunderbare ist, wir können beitragen zur Erneuerung des Stroms der Liebe. Wenn wir wieder in diesen Strom eintauchen können, trägt er uns alle, näher zu den Träumen unsrer Seele.  
In einer Familienaufstellung können wir die tieferen Ursachen unsrer Probleme sehen. Ungeheilte Beziehungen zeigen sich hinter den Symptomen von Unbehagen und Schwierigkeiten, von physischen, emotionalen, oder geistigen Problemen, oder wir erleben direkt einen Mangel an Harmonie und Nähe in unsren gegenwärtigen Beziehungen.
Wir erfahren in Aufstellungen auch, wie unsre Sichtweise und Darstellung unsrer Sorgen der Lösung nicht dienlich ist, oft sogar weitere Probleme schafft.

Um ein wenig eine Vorstellung zu bekommen, kann man folgende kleine Übung  machen.

Finde einen ruhigen ungestörten Ort. Stell Dich hin, einfach so, und sammle Dich, laß ein Gefühl von Ruhe, Frieden, Wohlwollen für alle Menschen einkehren. Laß Dich einfach ein wenig leer werden, so ohne bestimmte Gedanken und Meinungen. Da stehst du nun, zunächst allein. Was immer du fühlst, jetzt in dieser kleinen Übung, akzeptiere es einfach. Laß es wie es ist. Es sind eben Gefühle. Halte sie nicht fest und vertreibe sie nicht... Und nun, stell Dir vor, Deine Eltern stehen hinter Dir. Fühle einfach weiter... Verändert sich etwas für Dich?...nimm es einfach wahr, ohne Urteil...gib dir ein wenig Zeit...und dann stellst du Dir noch die Eltern Deiner Eltern hinter ihnen vor, und wieder, nimmst Du einfach ruhig und gelassen wahr...stell dir noch eine Generation dahinter vor...und sieh, wie sich Deine Empfindung ändert, wenn da hinter Dir die vielen, vielen stehen... all diese Menschen, durch die das Leben zu Dir gekommen ist... mit all dem Träumen und Tragödien dieser Menschen, mit all ihrer  Liebe...

Die sogenannten angenehmen Gefühle zeigen, daß Liebe ja immer weiter geflossen ist. 
Die sogenannten unangenehmen Gefühle weisen auf die noch unerlöste Liebe der Vorfahren hin,  
und hier kann Deine Liebe zu ihnen einen Beitrag zur Versöhnung vieler leisten...

Dies ist eine von Bert’s (Wieder-) Entdeckungen:

Ungeheilte, unerlöste traumatische Ereignisse, und das heißt, Menschen, die in etwas verstrickt waren und noch sind, lösen sich nicht von selbst, sondern zeigen sich in Wiederholungen oder Symptomen bei den Nachfahren, in der Bibel heißt es, bis ins 4. und 5. Glied.
Eine andere zentrale Entdeckung von Bert zeigt den Weg, wie wir als Nachfahren (oder selbst direkt Betroffne) zu Heilung und Aussöhnung beitragen können und damit uns heilen, indem wir Mitgliedern unserer Familie unsre liebevolle Hinwendung geben.

Jedes ernsthafte Problem kann als Ausgang für eine Aufstellung dienen: Verlust, Schmerz, Beziehungsschwierigkeiten, Verbrechen, Drogen- und Alkoholabhängigkeiten, und all die inneren Nöte, aus denen dann wieder äußre resultieren.  

Familienaufstellungen sind in sehr direktem und tiefem Sinn Gemeinschaftsarbeit  
Nicht nur die “Klienten” haben Gewinn von der Aufstellung, sondern alle. Für die Stellvertreter ergeben sich immer irgendwel-che Resonanzbereiche mit der eignen Situation. Auch die “nur” Zuschauenden tragen wesentlich bei, sie halten den Raum, wie im antiken griechischen Theater...und werden oft zu aktiven Repräsentanten. Vorurteile weichen langsam einem tiefen Mitgefühl für uns alle und einem Verständnis unserer Eingebundenheit in große Mächte.  Wenn wir unsere Ohnmacht erkennen gegenüber solchen gewaltigen Kräften, entsteht uns ein neuer, sehr realer Handlungsspielraum, ein Gefühl, unsern Platz zu finden, in der Familie, in unserer Gemeinschaft, in der äußeren und inneren Welt. Aufstellungen können das Gefühl von Stammesritualen geben. Leiter und Teilnehmer arbeiten eng zusammen. Die guten Lösungen ergeben sich aus den Beiträgen aller. Ein Ganzes heilt, wenn jedes Mitglied sich zugehörig fühlt. Das erneuert freundliche Beziehungen, achtsamen Umgang, Wohlgefühl, Würde, Vertrauen, Kraft. Es gibt uns den Nährboden für eine tiefere Gemeinschaftsfähigkeit, und ebenso dafür, den Weg zu unserer eigentlichen, besonderen Lebensbestimmung zu finden und diesen Weg mit Zuversicht, Kraft und Liebe für alle zu gehen.

Eine Aufstellung ist ein Gruppenprozeß auf der Grundlage von Respekt für alle und einer Bereitschaft, Gedanken und Meinungen beiseite zu lassen zugunsten einer unmittelbaren Wahrnehmung dessen, was sich im jeweiligen Moment wirklich fühlen läßt und zeigt. Die Gruppe wird in einer Atmosphäre von Sammlung, Sorgfalt, Einfühlung, und Selbstvergessenheit geleitet.  
Indem die Mitglieder sich von ihren positiven oder negativen Vorstellungen und Vorurteilen lösen,  sich einfach für eine Weile leer machen, aber aufmerksam für ihre Wahrnehmungen werden, ohne eignes Zutun, aber wach auf intuitiver Ebene, wird die Tiefe der Arbeit möglich. Die Repräsentanten fühlen dann in einer Art  Resonanz die für die Situation wesentlichen Gefühle der repräsentierten Person.
Fast alle Menschen lernen diesen Prozeß sehr schnell in einer dementsprechenden Umgebung.

Die Gruppenmitglieder brauchen keine Information über die Familie der jeweiligen Klienten. Die leitende Person holt sich Information über die tragischen Ereignisse vom anwesenden Familienmitglied in persönlichem Gespräch. (siehe: „Informationen über die Familie“).  

Das Familienstellen vollzieht sich in einem Raum von Respekt und Mitgefühl für alle, besonders für den jeweiligen „Klienten“ und die dazugehörige Familie. Die Gruppenteilnehmer brauchen nichts zu wissen über die Familie der anderen. Sie sind mitfühlend anwesend, ohne neugierigen Fragen. Nach Aufstellungen spricht man nicht mit dem “Klienten“, man kann aber auf Wunsch „da“ sein. So kann jeder in Ruhe die Ein drücke seiner Aufstellung verarbeiten.  
In diesem Feld der Seele könnnen sich alle geborgen fühlen
.
Wir arbeiten in Sammlung. Leiter und Gruppe sind auch nach der Sitzung für einzelne da wo es nötig ist.  
In einem Raum offener Herzen, in Stille, ohne Reaktionen, in einfühlsamem Mitschwingen können belastete
Beziehungen, verwirrte und verletzte Gefühle zu einer tiefen Ordnung zurückkehren. Familienstellen kann wirkliche Lösungen bewirkungen dadurch, daß wir mit offenem Herzen fühlen, jenseits von Abwehr, Verleugnung,Verdrängung. Und was das Herz einmal als wahr gefühlt hat, bewegt uns im Guten weiter. In der Folge begleiten uns Träume, plötzliche Einsichten, neue Begegnungen, eine Häufung von „Zufällen“ auf unserm erneuerten Wachstumsweg. Nicht nur wir selbst, sondern auch die uns Nahestehenden sind oft davon betroffen.
Eine Mutter und Tochter hatten sich jahrelang nicht gesehen. Nach der Aufstellung, von der die Mutter nichts wußte, rief die Mutter noch am selben Tag ihre Tochter an.“Hier ist deine Mutter. Ich wollte dir nur sagen, wie lieb ich dich habe.“ Von solchen Dingen erzählt fast jeder, der sein Herz geöffnet hat.  So beginnt man, an die Seele zu glauben und ihr zu vertrauen, und neue Welt tut sich auf.

In einer Aufstellung stelllt das anwesende Familienmitglied andere Gruppenmitglieder als Stellvertreter für die tatsächlichen Familienmitglieder im Gruppenraum in Beziehung zueinander, einfach nach unmittelbarem Gefühl. Nun zeigt sich das Entscheidende für das Familienstellen: die Stellvertreter empfinden und äußern nun Gefühle der wirklichen Familienmitglieder, die sie gar nicht kennen. Obwohl Menschen dies verschieden und verschieden intensiv ausdrücken, zeigt sich doch, daß alle Menschen diese Fähigkeit haben, - wenn auch in sehr verschiednem Ausmaß-, daß es also etwas ganz Normales, nur nicht viel Angewandtes ist.
Zunächst zeigen sich die beladenen Gefühle, diese Lasten sind es, die den freien Fluß der Liebe hindern. In der Gegenwart einer erfahrenen Leitung vollziehen sich dann mehrere Schritte der klärung, Lösung, und Veränderung der Gefühle und damit der Beziehungen der Menschen. Das Wesentliche wird ausgedrückt, oder zumindest soweit berührt, daß die Seele dann daran weiterarbeitet. Der Anstoß ist gesetzt. Die Repräsentanten fühlen sich dann in ihrer Rolle an einem bessren Platz. 

Bewegungen der Seele sind möglich in einer sehr gesammelten Gruppe und für eine Reihe von Anliegen. Hier folgen die Repräsentanten schweigend und sorgsam ihren inneren Bewegungen- ohne dabei irgend etwas über die tatsächlichen Personen wissen zu müssen.
Diese stillen „Seelentheater“ sind oft sehr ergreifend. Sie zeigen, wie die Seele ganz natürlich, ohne jeden äußeren Einfluß, zur größeren Liebe strebt, die wiederverbindet und neu verbindet.

Einige Beispiele.

Ein sympathischer, attraktiver, erfolgreicher junger Mann kommt mit dem Anliegen, noch nie eine dauerhafte Beziehung zu einer Frau gehabt zu haben. Er hätte gerne eine eigne Familie. Der Vater seines Vaters fiel im Krieg, und hinterließ Frau und zwei kleine Söhne.
In der Aufstellung zeigt sich, wie die Großmutter am Schmerz fast zerbricht, dennoch lebt sie weiter, die Trauer kann sich im Überlebenskampf und Übermaß an Schmerz nicht vollziehen. Die Kinder fühlen sich einsam und geängstigt. In der Aufstellung geht die Großmutter zunächst ihrem Wunsch nach, ihrem Mann hinterherzusterben, sie kann sich aber ihm nicht zuwenden. Ihr wird vorgeschlagen, sich näher zu ihrem Mann zu legen. Sie tut es. Der Großvater ist ebenfalls sehr einsam, denn es wendet sich ihm keiner so recht zu. Erst als er die Zuwendung bekommt, bricht sein Schmerz, nicht bei seiner Familie sein zu können, aus ihm hervor. Nun sieht seine Frau, wie sehr er sie alle liebt, und sie kann sich ihm ganz zuwenden. Nun gehen auch die Kinder zu ihrem Vater, und der Vater des Klienten zeigt ihm seinen Vater. Der Klient legt sich dem Großvater weinend in die Arme: „Lieber Opa, du hast uns so gefehlt. Ich habe Deinen und Papas Schmerz so gefühlt, und was Du nicht haben konntest, das wollte auch nicht haben, aus Liebe zu Dir.“ Der Großvater freut sich über die Liebe des Enkels, sagt ihm aber, daß er seinen Enkel gerne glücklich sehen würde, und daß ihm Urenkel Freude machen würden. Er segnet ihn. Nun hat der Enkel die Unterstützung derjenigen Person, um deretwillen er auf sein Glück verzichtet hat. Jetzt kann er die Liebe des Großvaters direkt fühlen und auch noch weitergeben.

Ein Pflegeelternpaar kommt mit zwei kleinen Pflegekindern, die sie zärtlich lieben, mit ihrer Sorge um die Zukunft der Kinder, um die Beziehung zwischen leiblichen Eltern, Pflegeeltern, und den Kindern.
Diese Aufstellung war für lange Zeit in reinen Bewegungen der Seele möglich. Nach vielen Schritten formten die 6  Repräsentaten einen Kreis. Es wirkte schon wie die Vorwegnahme der gewünschten Einheit aller, da brach aus dem kleineren Kind eine große Sorge hervor. Das Kind äußerte, es sei verwirrt, wen es denn lieben dürfe, besonders bezüglich des Vaters. Sein Vater sagte ihm, daß er ihn liebe, aber derzeit nicht für ihn sorgen könne, und er dankte dem Pflegevater für die Liebe für sein Kind. Die beiden Väter standen Arm in Arm und lächelten das Kind an, das nun erleichtert schluchzte. Da ließ sich das „echte“ Kind ein Taschentuch geben und brachte es seinem Repräsentanten. Einige Schritte später standen die 4 Eltern den beiden Kindern gegenüber.  Das Kleinere  kniete sich nun, froh, daß die Großen alles regeln konnten, und sie alle lieb haben durften, aber das ältere blieb stehen und rief aus: „Ach wie schön, so viele Papas und Mamas! Und ich bin gerne Deine große Schwester!“
Da sprang das „echte“ kleinere Kind (2.1/2 Jahre) vom Schoß des Pflegevaters, um sich neben seine Schwester in den Sessel zu kuscheln. Nach der Aufstellung waren beide Kinder recht zutraulich mit der ganzen Gruppe.

Wir lieben Bert Hellingers Arbeit, weil wir in unserem und so vielen anderen Leben so viel Heilung erlebt haben.
Wir praktizieren Familienstellen in ständigem Kontakt mit Berts Weiterentwicklung seiner Arbeit. Dazu gehören die „Bewegun gen der Seele“ und das  „Bleiben in der Großen Liebe", so wie das„Zustimmen".
An Berts Arbeit erleben wir besonders das wachsende Gefühl, wirklich Teil der menschlichen Gemeinschaft zu sein. Es wird sichtbar, wie sehr wir, auch ganz unbewußt, auf tiefer Seelen ebene mit anderen Menschen ver bunden sind. Wir tragen Lasten von früher Geborenen, Famlienmitgliedern und anderen Nahestehenden.

In dieser Verbundenheit beginnt unser eignes Leiden, Sinn zu machen. Durch das Famlienstellen wird Versöhnung, erneuerte Zugehörigkeit, durch Angst oder Gewissensdruck  verleugnete Zuwendung, Achtung- auch für die Täter- und schließlich tiefe Liebe wieder möglich. Dann erleben wir, daß wir uns allmählich mit unse-rem Leiden aussöhnen können- denn es ist auch Ausdruck unserer unbewußten Liebe gewesen. Dadurch mildern sich oft auch Symptome. In direk-ter Liebe wiederverbunden, entfaltet sich oft- doch nicht im-mer- auch eine innere Zustimmung zum Genesen. Wir sehen, daß andere uns von Herzen ein gutes Leben wünschen. Wir erkennen: das Wesentliche, was jeder vom anderen braucht, und was die Heilung der Seele bringt, ist nicht blindes Mitlei-den, sondern die Zugehörigkeit, die Liebe, und die Achtung  des anderen und des Schicksals.

Der Arbeit sind keine Grenzen gesetzt, wenn wir sie nicht setzen. Letzlich können wir auf diesem Weg auch Heilung unserer Wunden in Beziehung zum Göttlichen suchen und finden.
Wir können zu einem tiefen Annehmen und Zustimmen gelangen, wenn wir uns den Bewegungen der Seele und der Weite der großen Liebe anvertrauen.
So können wir dann auch dem, was an Schmerzlichem nicht zu ändern ist, auf einer neu gefundenen Grundlage zustimmen.

 

Bert Hellinger über das Familienstellen 2003

(Direkt übernommen aus der offiziellen Homepage)

Die Methode
Das Familien-Stellen ist zunächst einmal eine Methode. Sie hat sich aus dem Psychodrama, der Gruppendynamik und der Gestalttherapie entwickelt. In der von mir angewandten Form besteht sie in nichts anderem, als dass jemand für Mitglieder aus seiner Familie Stellvertreter auswählt und diese gesammelt in Beziehung zueinander stellt. So jedenfalls war es am Anfang. Wir wollten nur sehen, was zeigt sich über die Beziehungen in einer Familie, wenn man sie durch Stellvertreter aufstellt, unabhängig von bestimmten Zielen. Das Familien-Stellen war also am Anfang zielneutral.

Die Anwendungsbereiche
Das Familien-Stellen war auch nicht auf die Familie beschränkt, denn auf gleiche Weise haben wir die Mitglieder anderer Systeme in einer Aufstellung in Beziehung zueinander gebracht, um zu sehen, wie sie in diesem System zueinander stehen. Zum Beispiel in einer Paarbeziehung oder in einer Arbeitsgruppe oder in einer Organisation oder im pädagogischen Bereich wie in einer Klasse die Beziehung der Lehrer zu ihren Schülern und deren Eltern war.

Wir haben dann die Aufstellungen auch erweitert, indem wir zum Beispiel in einer Organisationsaufstellung einen Vertreter der Kunden oder des Produktes hinzugenommen haben oder in einer Paarbeziehung Stellvertreter für die Herkunftsländer, wenn die Partner aus verschiedenen Ländern kamen, oder in einer Arbeitsgruppe die verschiedenen Zielen, um deren Einfluss auf die Gruppe sichtbar zu machen.

Mit anderen Worten, man kann in der Aufstellungsarbeit die gleichen Karten für verschiedene Spiele verwenden und sie entsprechend mischen. Deswegen lässt sich das Familien-Stellen auch nicht einer bestimmten Interessensgruppe zuordnen. Es ist eine Methode, die in unterschiedlichen Bereichen angewandt werden kann, ohne dass der eine sie für sich allein beanspruchen kann und in die anderen Bereiche kontrollierend eingreifen darf.

Wozu dient eine Aufstellung
Die Frage ist natürlich: Wozu dient eine solche Aufstellung? Was ist ihr besonderer Wert. Das erstaunliche bei einer Aufstellung ist, dass die Stellvertreter, sobald sie aufgestellt sind, eine andere Wahrnehmung haben. Sie fühlen plötzlich wie die Personen, die sie vertreten, ohne diese zu kennen. Die Aufstellung bringt also über die Stellvertreter etwas bisher Verborgenes ans Licht, das nicht durch Manipulation oder Hintergrundwissen erklärt werden kann. Es ist ein Phänomen, das zwar nachprüfbar ist, aber philosophisch oder psychologisch nicht erklärt werden kann. Dennoch es ist eine Tatsache.

Diese Tatsache kann man nun nutzen, um durch eine Aufstellung ein Problem ans Licht zu bringen und andererseits, um durch Umstellungen in der Aufstellung herauszufinden, auf welche Weise dieses Problem zur Zufriedenheit aller Beteiligten gelöst werden kann. Die Aufstellungen dienen also einer Lösung auf der Beziehungsebene.

Psychotherapie und Medizin
Ursprünglich ging es darum, eine Lösung bei Konflikten zu finden, zum Beispiel zwischen Partnern oder zwischen Eltern und Kindern. Sehr bald hat sich aber herausgestellt, dass viele Krankheiten mit Beziehungskonflikten zusammenhängen und dass die Lösung eines Beziehungskonfliktes sich auch auf die Krankheit mildernd oder heilend auswirken kann. Auf diese Weise wurde das Familien-Stellen auch für die Psychotherapie und für die Medizin interessant, obwohl es vom Ursprung her keine psychotherapeutische oder medizinische Methode war. Deswegen wurde es ja und wird es zum Teil auch heute noch von vielen Psychotherapeuten abgelehnt als nicht zur Psychotherapie gehörig. Diese Ablehnung hat vor allem damit zu tun, dass es beim Familien-Stellen keine therapeutische Beziehung im klassischen Sinn gibt.

Auch wenn das Familien-Stellen offensichtlich bei vielen psychotherapeutischen oder medizinischen Problemen hilft, ist es deswegen noch keine Psychotherapie oder Krankenbehandlung. Sonst müsste man auch andere Maßnahmen die seelisch oder körperlich helfen, obwohl sie nichts mit Psychotherapie oder Medizin zu tun haben der Psychotherapie oder der Medizin unterordnen, obwohl es dazu weder einen Psychotherapeuten noch einen Arzt braucht. Zum Beispiel ein Urlaub oder eine freundliche mitmenschliche Beziehung. Umgekehrt kann man ja auch sehen, dass viele Verhaltensweisen anderen sowohl seelisch als auch körperlich schaden, ohne dass jene, die sie zeigen, dafür zur Rechenschaft gezogen werden, selbst wenn sie Psychotherapeuten oder Ärzte sind.

Psychotherapie und Medizin
Ursprünglich ging es darum, eine Lösung bei Konflikten zu finden, zum Beispiel zwischen Partnern oder zwischen Eltern und Kindern. Sehr bald hat sich aber herausgestellt, dass viele Krankheiten mit Beziehungskonflikten zusammenhängen und dass die Lösung eines Beziehungskonfliktes sich auch auf die Krankheit mildernd oder heilend auswirken kann. Auf diese Weise wurde das Familien-Stellen auch für die Psychotherapie und für die Medizin interessant, obwohl es vom Ursprung her keine psychotherapeutische oder medizinische Methode war. Deswegen wurde es ja und wird es zum Teil auch heute noch von vielen Psychotherapeuten abgelehnt als nicht zur Psychotherapie gehörig. Diese Ablehnung hat vor allem damit zu tun, dass es beim Familien-Stellen keine therapeutische Beziehung im klassischen Sinn gibt.

Auch wenn das Familien-Stellen offensichtlich bei vielen psychotherapeutischen oder medizinischen Problemen hilft, ist es deswegen noch keine Psychotherapie oder Krankenbehandlung. Sonst müsste man auch andere Maßnahmen, die seelisch oder körperlich helfen, obwohl sie nichts mit Psychotherapie oder Medizin zu tun haben, der Psychotherapie oder der Medizin unterordnen, obwohl es dazu weder einen Psychotherapeuten noch einen Arzt braucht. Zum Beispiel ein Urlaub oder eine freundliche mitmenschliche Beziehung. Umgekehrt kann man ja auch sehen, dass viele Verhaltensweisen anderen sowohl seelisch als auch körperlich schaden, ohne dass jene, die sie zeigen, dafür zur Rechenschaft gezogen werden, selbst wenn sie Psychotherapeuten oder Ärzte sind.

Angewandte Philosophie
Inzwischen aber haben sich durch das Familien-Stellen überraschende neue Einsichten in die Ordnungen menschlichen Zusammenlebens ergeben und in das Zusammenspiel von Gesundheit und Krankheit und von Glück und Unglück, Unschuld und Schuld. Handeln und Nicht-Handeln, Absicht und Absichtslosigkeit, Abhängigkeit und Freiheit und den Einfluss vergangener Schicksale auf die Gegenwart.

Diese Einsichten ergaben sich vor allem durch die Anwendung der Methoden der phänomenologischen Philosophie und sind daher auch eher der Philosophie als der Psychologie oder der Psychotherapie zuzuordnen. Deswegen ist das Familien-Stellen in seiner voll entwickelten Form in erster Linie angewandte Philosophie und setzt die Erfahrung mit der phänomenologischen Vorgehensweise voraus.

Die Beziehungsebene
Natürlich kann niemand etwas dagegen haben, wenn das Familien-Stellen innerhalb der Psychotherapie angewandt wird oder bei der Krankenbehandlung, wie zum Beispiel von der Österreichischen psychoonkologischen Gesellschaft, für die ich in mehreren von ihr veranstalteten großen Workshops in der Arbeit mit Krebskranken gezeigt habe, wie diese Krankheit oft mit Schicksalsbindungen an die Familie zusammenhängt. Dabei wurde aber klar, dass das Familien-Stellen in keiner Weise das ärztliche Behandeln ersetzt oder sich auch nur neben es gestellt hat. Das Familien-Stellen hat sich auf das Sichtbarmachen der Verstrickungen und auf ihre Lösung, wo noch möglich, beschränkt. Sie hat dadurch das ärztliche Handeln unterstützt, ohne in es einzugreifen. Es blieb rein auf der Beziehungsebene. Es war nicht einmal Psychotherapie, obwohl es in den Seelen weitreichende Wirkungen hatte.

Denn es gab auch hier keine therapeutische Beziehung und keine therapeutische Behandlung. Es wurde nur durch die Aufstellung etwas ans Licht gebracht, das dadurch, dass es am Licht war gewirkt hat. Es war auch nicht der Aufsteller, der es ans Licht gebracht hat, sondern die Aufstellung, die vom Klienten ausging und daher auch allein in seiner Verantwortung lag.

Ich habe das hier so ausführlich dargelegt, weil es diesbezüglich viele Missverständnisse gibt und von daher vielen Aufstellern der Vorwurf gemacht wird, sie würden sich etwas anmaßen, was nur Heilpraktikern und den klassischen ärztlichen Berufsbildern vorbehalten ist. Umgekehrt dürfen natürlich die Vertreter der Heilberufe das Familien-Stellen nicht für sich reklamieren und es sich vorbehalten, als sei es von ihnen ausgegangen und von ihnen für ihren Bereich entwickelt worden. Das Familien-Stellen war ursprünglich zielneutral, kann nun für verschiedene Ziele eingesetzt werden und unterscheidet sich daher auch je nach den Zielen, für die es benutzt wird.

Mein Standort

Wo stehe ich im Familien-Stellen? Wo ist hier mein Standort? So wie die Philosophie über den Einzelwissenschaften steht, ihnen dient ohne sich einer unterzuordnen, so bleibe ich vor allem ein Philosoph. Mir geht es um die Weisheit, um Einsichten, die dem Leben dienen. Viele dieser Einsichten wurden über das Familien-Stellen und die phänomenologische Vorgehensweise gewonnen. Diese Einsichten sind nachprüfbar und wirken durch sich selbst. Daher lassen sie den anderen auch frei.

 

Das Familienstellen als angewandte Philosophie-

Bert Hellinger spricht 
über Anfänge und Weiterentwicklung

Mit dem Zulassen eigenständiger Bewegungen der Stellvertreter wächst das Familienstellen zunächst über seine klassische Phase hinaus. Der Blick auf die Bewegungen der Seele macht Kräfte erkennbar, die über das aufgestellte System hinaus wirken und sich der unmittelbaren Einflussnahme entziehen. In dieser systemischen Sicht zeigen sich Grenzen, die - für manchen "Helfer" mehr als unerwartet - zu einer Haltung der Demut auffordern. Diese ist frei ist von Unterwerfung, macht frei zum Schauen auf eine wirkende Seele, die größer ist, als wir selbst. Damit wird Helfen nicht unmöglich, vielmehr scheint eine anderes Art des Helfens auf. Es führt vom intentionalen Handeln zum "Geschehen lassen" - ohne sich Verstrickungen und deren Ursachen ohnmächtig auszuliefern - und ohne den Blick auf das Ganze zu verlieren.
In dieser Zurücknahme gelangt Hellinger heute zur Bewegung des Geistes. Der volle Blick auf das Leben, den er verlangt, erträgt auch den Konflikt, ja stimmt ihm als Urkraft der Entwicklung zu, löst die Unterscheidung zwischen Gut und Böse auf. Helfer, die die Konsequenzen dieser Haltung ernstnehmen, werden sofort entlastet. Sie urteilen nicht mehr, sie begleiten den Klienten nunmehr, anstatt ihn zu therapieren. Die Zustimmung zu dem, "was ist", löst den Widersstreit von Selbstüberschätzung und Ohnmacht auf, den jeder Helfer kennt. Das moralische Urteil des Therapeuten als Ausgangspunkt aller Irrtümer vergeht. Mit dem Blick auf das Große Ganze, wird Familienstellen endlich zur angewandten Philosophie. Zu einer Philosophie, die allerdings auf ein anderes Handeln abzielt, bei dem sich Helfer auf eine neue Weise fragen: "Was müssen wir lassen, wenn wir helfen?"

Family Constellations as applied Philosophy-

 Bert Hellinger speaks 
About beginnings and further developments
Allowing the representatives to move on their accord, following a movement felt within, while in a collected state, family constellations went beyond its classic phase.
Looking at the movements of the soul, forces are perceived, that have effects beyond the represented system and which evade attemps to influence them.
In this systemic view boundaries show themselves - for many a "helper" quite unexpected.- which encourage an attitude of humilty.This attitude is free from subjecting, and frees us to look at the workings of a soul which is greater than ourselves. Helping is not made impossible through this, rather a different kind of helping lights up. It leads from intentional acting to " allowing to happen" -without feeling helplessly delivered to entanglements and their causes- and without loosing sight of the whole.
In this self-removal Bert arrives at the Movement of Spirit.
To look at life fully- which he asks us to do, means to bear the conflict as well, and even agrees to it fully, as the source of all development, resolving the dinstinction of good and evil. Helpers who take the consequences of this attitude seriously, experience immediate relief. They do not judge anymore, they accompany the client rather tahn therapizing him. "Agreeing to what is" resolves the dilemma between overestimating one's own powers and feeling powerless- which is known to every therapist. The moral judgement of the therapist as the starting point of all errors vanishes. With the view to the greater whole family constellations become applied philosophy. A philosophy, however, that is conducive to a new kind of acting, where helpers have to ask themselves in a new way: "What do we have to leave, when we help?

Bert:"When I look at how family constellations developed, beginning with the first book that Gunthard Weber published, and how it spread in a way, here, and in other countries, that can take our breath at times, then I feel, that behind this movement a great force is at work, something good that took me and you into its service.
For this reason, that which we do, is not dependent on what we think. This movement takes us along with it, irresistible. Noone can halt it. The smaller ones who think from their reasoning,that they have to direct soemthing, have a hard time with this force. But they also stand in the service of this movement, as- such is my insight, and if we observe things as they are, it becomes quite clear:
The Divine, the primal power, the power which moves the world, wills the conflict.

Only us think about eternal peace, where the individuals stuff themselves with food and remain lying on the ground in fool's paradise. No, the creative power is in movement against opposition. Only against opposition does the living gain its full power.

When I heard what workshops are offered here by many well tested collegues, I think: Wonderful, how it all developed. And each one contributes something special to the whole. Only because it has this fullness, because so many different ones have taken this work on with their personal experience, and with their personal entanglement, their possibilities and their limitations,for this reason family constellations develop in such such manifold ways. By now I think: " I am one amongst many,who does this as well."

Family constellations as psychotherapy
Iwould like to say something now how from my experience, family constellations developed  and how it moves on. In the beginning family constellations were basically a form of psychotherapy. We offered it within a context of psychotherapy and also for people who were looking for psychotherapy. Often people, who sick in body and soul. Family constellations helped them. And we brought along to it also from our psychotherapeutic training the attitudes in which we were trained and on which we were focussed. This had quite a bearing on family constellations in the beginning. 

What kind of an attitude was it? It was the concept: here is a client, someone in need, and there is a therapist. He is trained in certain methods and now that he has constellations and now applies them in the spirit of psychotherapy. Not exactly in the sense of individual therapy, because family constellation practitioners had grown beyond that. It was within the framework of family therapy in which family constellations developed.And we as therapists did something in the framework of how we were trained. We were trained, from our experience, to do something.

So we placed families. We let the client choose and place representatives, then intervened according to our ideas, and according to our understandings of the orders of relationships, and looked for good solutions. First we looked at the problem, and then for the solution. This brought much blessing.

Moving with the Soul
Then it became obvious that the representatives were far more important than we thought at the beginning. It became apparent that the representatives were in immediate contact with a larger field. As they surrendered to the movement, which touched them from this field they brought something to light, which went beyond that which we had found out about the orders of love. Suddenly we were confronted with quite different situations and different movements. So we trusted and relied upon these movements more and more. These movements were often in contradiction to our concepts.
then some were tempted to disrupt such movements, and , instead of  waiting for that which will show itself, they intervened. It took some time, until I- I talk about myself now- could see:
If I can bear that this takes time, and if I expose myself to that which shows itself, we arrive in depths which go far beyond psychotherapy. Here we are suddenly brought into contact and in touch with forces of fate, in the face of which we are powerless.

Suddenly we see forexample that someone is drawn into death irresistably. What do we do then? Or someone feels he deserves death. Which methods that we know from psychotherapy help us to do something here? And is there anything at that we can do? Or does helping reach the boundary to ceasing to help here? Were only if we refrain from acting, the real help main begin.

 

 

 

A new power has taken the leading place. I submit to this power, and suddenly I know whether I have to do something and what I have to do, even if this appears absurd in the beginning. But I surrender to this movement, and something eventuates which could not be foreseen in any way.

So, this goes beyond the frame of family therapy and of therapy in general. What started as family therapy, moves on to "moving with the soul". Which soul? not one's own, not the one of the client, not of the representative, but of the soul which works through everyone in an equal manner.

When we arrive at unison with this soul, we are comforted and assured. We have come to a halt in the face of something unfathomable, and the unfathomable becomes visible in a result all of a sudden.

Moving with Spirit

But, as it is in life, nothing stands still. I had thought,the moving with the soul, that's it perhaps. but it is not.

suddenly I realized that the experiences with family constellations and with movements of the soul kead to insight of a far reaching nature, and that these insights exert from us an kind of acting, which goes beyond that which we thought to be good and right so far. What is this now?

Beyond family constellations andmovements of the soul I now move with spirit. suddenly this work becomes applied philosophy. Instead of looking at feelings and at what we perceive through feelings, spirit takes over now and exerts completely different Ways of acting than the movements of the soul. 
I explain in an example. A client complains about his parents or about the hardships of his childhood. Originally be had pity, or compassion with the client and thought: " Well, we'll help him." But now, if i think philosophically, there is nothing bad. It cannot be.

If there is a creative force behind everything, then there is nothing, which can be in opposition to it.  So now I look at the client's situation philosophically and expect him to do the same and to say: "Whatever it was: Thank you. I take it as a source of strength. I take these parents as these special ones which gave to me this special source of strength which has been essential for my life."

All of a sudden, all that happened is illumined. It becomes precious.

 

The Orders of Spirit
(the german word for spirit covers both mind, in the ordinary and in the spiritual sense of higher mind, and even absolute mind)
Question: " What is it, that you call spirit? And what is the philosopher?"

Bert: "When we do family constellations, we orientate ourselves towards something that can be experienced. From experience we also come to know certain patterns regarding relationships. Family constellations are about relationships. And here it becomes clear that relationships follow certain orders, just like the bodyis following certain orders, so that it stays well. We agree to these orders and conduct ourselves accordingly.

 

But where do these orders come from? From the body? No. from the soul? No. So there has to be something that exists prior to these orders and establishes them.

And then we have the mind, the human mind. But this one also follows orders. Immanuel Kant has decribed the orders of thinking. 
We can only think within certain oders. Kant calls them categories. The categories of space and time or of cause and effect are given to us a priori. We can only think within these categories. Also logics follows predetermined rules. Also, even our spirit, even though it is greater than our soul, follows certain orders.

So there must be something which determines these orders. When I look at the world philosophically, then everything is in motion. Everything is in motion, nothing just stands. So, behind every movement, there is, so to speak, a primal movement, which keeps a movement going and determines it. A primal movement, which perhaps - this is a daring thought now- moves as well.  It is a creative primal power. Creative does mean, something is in motion. Something static cannot be creative, only something that is moving. It is this primal power that determines the order of things.

Now it is peculiar: when we look at the movements of the soul, something suddenly appears which is not in order, not in order in the sense of what we know about orders so far. Something creative is at work here and suddenly creates a new order.

When we go with these movements of the soul, we into connection with spirit and with the movement of spirit. This woulld be what matters here.

The Philosophy
The Philosophy, that was your other question, is of course not the philosophy that is still haunting many brains. i look at philosophy in its original sense. What did the original philosophers do? They looked at the world, independent from the ideas that were in vogue at a certain time, or the fears of an era, the myths, the dogmas. They observed without prejudice, and, most of all, without fear.

In this way, they arrived at new insights. But their insights were not abstract. They were orientated towards action, towards carrying out what was these insights were indicating. An insight that does not lead to action, or does not stand the test in action, is empty. The original philosophy is full, completely dedicated to serving life.

Take Heraklit, one of the very great ones on course. He said simple sentences with far reaching consequences, when we really grasp them. For example the sentence:" Everything flows". What this could mean, I have illustrated before with the example of family constellations. Or the sentence: "Nobody enters the same river twice." Nobody does the same constellation wtice, for example. That does not happen. This also menas: What someone has learned about constellations, does not help a lot in the immediate situation, as the river, which he onserved before and which he memorised, has already moved on.  So, from this simple fact, many far reaching conclusions ensue.

Also the sentence, offensive to many, bwlongs here: " War is the father of all things." Without war, no progress. This undermines many of our ideas, for example certain ideas about God. It also messes up the uagust aims, which many set themselves when they want to save the world.

When we suddenly realize that this sentence is also an instruction to act in a certain manner, we suddenly conduct ourselves in completely different ways.  But the experiences which we made with family constellations have shown us that the world is different  to what we imagined.  For example, through family constellations it came to light that a system has a governing authority, however you name it then.

For example, as common conscience or as common soul or as morphic field. As soon as we have seen that we have to act differently. For example we have to think differently about conscience and therefore, we have to act differently.

 

What do the new insights mean for our present way of acting?

Suddenly something shows up which is indicated in condensed form in the title of this convention:"helping and withdrawing". ( the closest word in theto the german "lassen" is the english "letting" - so it means evrything form letting alone , letting be, not acting, refrainig,) What do we have -to leave undone, leave alone, leave be in respect...when we help? For if I think philosophically and when I really see that everything is guided by another power, then there are no good and bad ones in the face of this power. this distinction falls away. So, helping only succeeds here, if I refrain from judging. I refrain out of philosophical insight.

For example, a clinet comes and says: "I have been raped:", or "I am the victim of abuse." Immediately something inside us is mobilized, We take sides. Then we cannot help any more. When we move with spirit, however, we see the so called perpetrator on the same level as the so called victim. I see them as people of the same kind. With different background, different entanglement, and yet with the same right.

So,if I hear something like that, and immediately I withdraw a little and contain myself, and give to each one of the people involved a place in my heart, then I am connected with spirit and receive therefore insights and strength which can take the situation further.

Now we know it is presently so, family constellations and what developed from them, is being attacked by the people who want to make a difference between perpetrators and victims, who want to see the perpetrators persecution, for example, and in this way, they become murderers in their own soul. These attacks are not so easy to bear. But when I apply the insight to them as well, then I take them into my heart as well. They are also in spirit. So what I do then in my actions is going with spirit. That is where they future lies. There is what reconciles and helps life on. 
Have I answered your question now?"
"This is beyong cause and effect."
Bert:"Yes, it is beyond it, of course.Another question?"

"My question is: When my soul suffers from the orders of spirit, whom do I have to follow then, soul, or spirit"

Reconciliation in Spirit

Bert: "I'll do a little meditation with you. You can close your eyes. collect yourselves first.  When our soul suffers, where in the body do you ffel it? We let the suffering of the soul lead us to the part in the body which suffers as well. Then, together with our soul, we go into this spot, become one with it, so to speak, and aim to feel and fathom in which direction it looks. May be to another person, whom we have wronged. Or a person that was excluded. Or a person that we are angry with.

Then, in spirit, we look at this person with love.- we wait what is given to us by this person or through this situation, and we take it into our body and into our soul.

Okay, something else about spirit. The spirit is light. Who walks in spirit is light footed. He burdens the earth only a little bit. And he burdens a client only a little bit. and he is happy in the face of everything, as it is. So, the moving with the spirit makes everything easy.

Bert: "Wenn ich überblicke, wie sich das Familienstellen entwickelt hat, angefangen mit dem ersten Buch, das Gunthard Weber veröffentlicht hat, und wie sich es auf eine Weise ausgebreitet hat, nicht nur hier, sondern auch in anderen Ländern, sodass uns manchmal der Atem stockt, spüre ich, dass hinter dieser Bewegung eine große Kraft wirkt, irgendetwas Gutes, das mich und euch in seinen Dienst genommen hat.
Deswegen ist das, was wir tun, nicht abhängig von dem, was wir uns denken. Diese Bewegung reißt uns mit, unwiderstehlich. Niemand kann sie aufhalten. Gegen diese Kraft kommen die Kleineren, die von ihrem Verstand her meinen, sie müssten etwas dirigieren, nur sehr schwer an. Aber auch sie stehen im Dienst dieser Bewegung, denn - so ist meine Einsicht, und wenn wir die Dinge betrachten, wie sie sind, wird es ganz klar - das Göttliche oder die Urkraft, die Kraft, die die Welt bewegt, will den Konflikt.
Nur wir denken über den ewigen Frieden nach, wo die Einzelnen dann wie in einem Schlaraffenland sich voll fressen und liegen bleiben. Nein, das Schöpferische ist in Bewegung gegen Widerstände. Erst gegen die Widerstände gewinnt das Lebendige seine volle Kraft.
Als ich gehört habe, welche Workshops hier angeboten werden von vielen lange bewährten Kollegen, denke ich: Wunderbar, wie sich das alles entwickelt hat. Und jeder trägt zu dem Ganzen etwas Besonderes bei. Nur weil es diese Fülle hat, weil so viele Verschiedene mit ihrer persönlichen Erfahrung, auch mit ihrer persönlichen Verstrickung und ihren Möglichkeiten und Grenzen gleichzeitig das aufnehmen, entwickelt sich das Familienstellen in solch vielfältiger Weise. Inzwischen denke ich: "Ich bin einer unter vielen, der das auch macht."
Das Familienstellen als Psychotherapie
Ich möchte jetzt etwas sagen, wie aus meiner Erfahrung sich das Familienstellen entwickelt hat und wie es weitergeht. Am Anfang war das Familienstellen im Grunde eine Form der Psychotherapie. Wir haben es also im Rahmen der Psychotherapie angeboten und auch für Leute, die Psychotherapie gesucht haben. Oft solche, die krank waren an Leib und Seele. Das Familienstellen hat ihnen geholfen. Wir haben dazu aus der psychotherapeutischen Schulung auch die Haltung mit eingebracht, in der wir trainiert wurden und auf die wir ausgerichtet waren. Das hat das Familienstellen am Anfang auch sehr geprägt
Was war das für eine Haltung? Es war die Vorstellung: hier ist ein Klient, ein Bedürftiger, und da ist ein Therapeut. Er ist in bestimmten Methoden geschult und er hat jetzt das Familienstellen kennen gelernt und wendet es nun im Sinne der Psychotherapie an. Und zwar nicht im Sinne der Einzeltherapie, denn darüber waren diejenigen, die das Familienstellen aufgegriffen haben, schon hinaus. Es war der Rahmen der Familientherapie, in dem sich das Familienstellen entfaltet hat. Und wir als Therapeuten haben im Sinne, wie wir trainiert waren, etwas gemacht. Wir waren trainiert, von unserer Erfahrung heraus, etwas zu machen..

So haben wir auch die Familien aufgestellt. Wir haben vom Klienten Stellvertreter auswählen und aufstellen lassen, haben dann nach unseren Vorstellungen eingegriffen, auch nach dem, was wir gelernt haben über Ordnungen der Beziehungen, und haben nach einer Lösung gesucht. Zuerst haben wir auf das Problem geschaut und dann die Lösung gesucht. Das hat sehr viel Segen gebracht.

Das Gehen mit der Seele
Dann wurde offensichtlich, dass die Stellvertreter viel wichtiger sind, als wir das am Anfang gedacht haben.
Es hat sich gezeigt, dass die Stellvertreter unmittelbar in Berührung waren mit einem größeren Feld und haben von dort her, einfach weil sie sich der Bewegung , die sie trieb, überlassen haben, etwas ans Licht gebracht, was über das, was wir am Anfang über Ordnungen der Liebe herausgefunden haben, hinausging. Auf einmal waren wir mit ganz anderen Situationen konfrontiert und mit anderen Bewegungen. Also haben wir uns mehr und mehr auf diese Bewegungen verlassen. Diese Bewegungen haben sehr oft unseren Vorstellungen widersprochen.

Dann waren einige versucht, solche Bewegungen zu unterbrechen und, statt dass sie warten auf das, was sich zeigt, doch noch einzugreifen. Es brauchte eine gewisse Zeit, bis ich - ich rede jetzt von mir - gesehen habe, wenn ich aushalte, dass das Zeit braucht und wenn ich mich dem stelle, was sich da zeigt, kommen wir in Tiefen hinein, die über die Psychotherapie weit hinausgehen. Hier werden wir auf einmal in Kontakt und in Berührung gebracht mit Schicksalsmächten, vor denen wir versagen.

Plötzlich sehen wir zum Beispiel, dass einer unaufhaltsam in den Tod gezogen wird. Was machen wir dann? Oder jemand fühlt sich des Todes schuldig. Mit welchen Methoden, die wir in der Psychotherapie gelernt haben, können wir dann etwas tun? Können wir hier überhaupt etwas tun? Oder kommt hier das Helfen an eine Grenze, wo das Lassen wichtig wird. Wo erst, wenn wir von unserem Handeln lassen, das eigentliche Helfen beginnt.

Eine andere Kraft hat hier die Führung übernommen. Ich überlasse mich dieser Kraft, und plötzlich weiß ich, ob ich etwas tun muss und was ich tun muss, auch wenn es manchmal am Anfang absurd erscheint. Ich gehe aber mit dieser Bewegung, und dann ergibt sich etwas, was man in keiner Weise vorhersehen konnte.

Also, das geht jetzt über den Rahmen der Familientherapie und überhaupt der Psychotherapie hinaus. Was also mit dem Familienstellen angefangen hat, wird zum Gehen mit der Seele. Welcher Seele? Nicht der eigenen, nicht der des Klienten, nicht der des Stellvertreters, sondern einer Seele, die in allen gleichermaßen wirkt.

Wenn wir in Einklang kommen mit dieser Seele, sind wir getrost. Wir sind vor etwas Unfassbarem stehen geblieben, und das Unfassbare wird auf einmal im Ergebnis fassbar.

Gehen mit dem Geist
Aber, wie es so ist im Leben, nichts bleibt stehen. Ich hatte mir schon gedacht, das Gehen mit der Seele, das ist es vielleicht. Aber es ist es nicht.

Plötzlich habe ich gemerkt, dass die Erfahrungen, die wir mit dem Familienstellen und mit den Bewegungen der Seele gemacht haben, zu Erkenntnissen führen von weit reichender Art, und dass diese Erkenntnisse ein Handeln erfordern, das über das hinausgeht, von dem ich bisher gedacht habe, dass es gut und richtig sei. Was ist das jetzt?

Über das Familienstellen und das Gehen mit der Seele hinaus, gehe ich jetzt mit dem Geist. Plötzlich wird diese Arbeit angewandte Philosophie. Statt dass wir jetzt auf Gefühle schauen, auf das, was wir über das Gefühl wahrnehmen, kommt jetzt der Geist zum Zuge und erfordert völlig andere Handlungsweisen als das Gehen mit der Seele.

Ich erläutere das an einem Beispiel. Ein Klient beschwert sich über seine Eltern oder er beklagt, was er oder sie in der Kindheit an Schlimmem erlebt hat. Ursprünglich hatten wir Mitleid mit diesem Klienten und haben gedacht: "Dem helfen wir mal." Wenn ich aber philosophisch denke, vom Geist her, gibt es nichts Schlimmes. Das kann es nicht geben.

Wenn hinter allem eine schöpferische Kraft wirkt, gibt es nichts, was ihr entgegenstehen kann. Also schaue ich jetzt auf diese Situation philosophisch und verlange vom Klienten, dass auch er seine Situation philosophisch anschaut und dass er sagt: "Was immer auch war: - Danke. Ich nehme es als eine Kraft. Ich nehme diese Eltern als diese besonderen, die mir diese besondere Kraft geben, die für mein Leben wesentlich ist." Auf einmal verklärt sich alles, was geschehen war. Es wird kostbar.

Die Ordnungen des Geistes

Frage: Was ist das, was du den Geist nennst? Und was ist der Philosoph?

Wenn wir Familien aufstellen, richten wir uns nach etwas, das erfahrbar ist. Aus der Erfahrung erkennen wir auch bestimmte Muster im Hinblick auf Beziehungen. Das Familienstellen hat ja mit Beziehungen zu tun. Dabei wird deutlich, dass die Beziehungen gewissen Ordnungen folgen, so wie auch der Leib, damit er gesund bleibt, gewissen Ordnungen folgt. Wir stimmen diesen Ordnungen zu und verhalten uns ihnen entsprechend.

Doch wo kommen die Ordnungen her? Aus dem Leib? Nein. Aus der Seele? Auch nicht. Denn die Seele folgt auch gewissen Ordnungen. Es muss also etwas geben, das vor den Ordnungen liegt und diese Ordnungen festlegt.

Dann gibt es den Geist, den menschlichen Geist. Aber auch der folgt Ordnungen. Immanuel Kant, dessen Todestag sich jetzt jährt, hat die Ordnungen des Denkens beschrieben.

Wir können nur innerhalb von gewissen Ordnungen denken. Kant nennt sie Kategorien. Die Kategorien von Raum und Zeit oder von Ursache und Wirkung sind uns vorgegeben. Wir können nur innerhalb dieser Kategorien denken. Auch die Logik folgt Gesetzmäßigkeiten, die uns vorgegeben sind. Also, auch unser Geist, obwohl er die Seele überragt und übersteigt, folgt gewissen Ordnungen.

Es muss also noch etwas geben, das diese Ordnungen festlegt. Wenn ich die Welt philosophisch betrachte, dann ist alles in Bewegung. Alles ist in Bewegung, nichts steht. Es gibt also hinter allen Bewegungen sozusagen eine Urbewegung, die diese Bewegungen in Gang hält und bestimmt. Eine Urbewegung, die sich vielleicht - das ist jetzt sehr gewagt - auch bewegt. Sie ist eine schöpferische Urkraft. Schöpferisch heißt ja, es ist etwas in Bewegung. Etwas Statisches kann nicht schöpferisch sein, nur etwas in Bewegung. Es ist diese Urkraft, die die Ordnungen festlegt.

Jetzt ist merkwürdig, wenn wir auf die Bewegungen der Seele schauen, dass in ihnen sich plötzlich etwas zeigt, das nicht in Ordnung ist, nicht in Ordnung in dem Sinne, was wir bisher von Ordnungen wissen. In ihnen kommt etwas Schöpferisches zum Zuge und schafft auf einmal eine neue Ordnung.

Wenn wir mit dieser Bewegung der Seele mitgehen, kommen wir in Verbindung mit dem Geist und gehen mit der Bewegung des Geistes. Das wäre hier, worauf es nun ankommt.

Die Philosophie
Die Philosophie, das war deine andere Frage, ist natürlich hier nicht jene Philosophie, wie sie in den Köpfen von vielen spukt. Ich schaue auf die Philosophie im ursprünglichen Sinn. Was haben die ursprünglichen Philosophen gemacht? Sie haben sich gegen die Vorstellungen ihrer Zeit, gegen die Ängste ihrer Zeit, gegen die Mythen ihrer Zeit, gegen die Glaubenssätze ihrer Zeit unabhängig von ihnen die Welt angeschaut, wie sie erscheint. Ohne Vorurteil und vor allem ohne Angst.

Dabei kamen sie zu neuen Erkenntnissen. Aber diese Erkenntnisse waren nicht abstrakt. Sie waren auf Handeln gerichtet, auf den Vollzug gemäß diesen Erkenntnissen. Deswegen haben diese Erkenntnisse sich am Handeln und an der Wirkung bewährt. Eine Erkenntnis, die nicht zu Handeln führt und die sich nicht im Handeln bewährt, ist leer. Die ursprüngliche Philosophie ist voll, sie steht ganz im Dienst des Lebens.

Nehmen wir mal Heraklit, einer der ganz Großen natürlich. Er sagt einfache Sätze mit weit reichender Wirkung, wenn wir sie wirklich erfassen. Zum Beispiel der Satz: "Alles fließt." Was das bedeuten kann, habe ich vorher am Beispiel der Entwicklung des Familienstellens etwas erläutert. Oder der Satz: "Niemand steigt zweimal in denselben Fluss." Niemand macht zweimal die gleiche Aufstellung zum Beispiel. Das gibt es nicht. Das bedeutet auch: Was immer einer über das Familienstellen gelernt hat, hilft ihm im konkreten Fall wenig, weil der Fluss, den er vorher betrachtet hat und den er sich gemerkt hat, bereits weiter geflossen ist. Also, aus diesem einfachen Satz und dieser einfache Erkenntnis ergeben sich weit tragende Folgerungen.

Hierher gehört auch der für viele anstößige Satz: "Der Krieg ist der Vater aller Dinge." Ohne Krieg kein Fortschritt. Das wirft viele von unseren Vorstellungen über den Haufen, zum Beispiel gewisse Vorstellungen über Gott. Er wirft auch die hehren Ziele, die sich viele von denen setzen, die die Welt retten wollen, über den Haufen.

Wenn wir auf einmal merken, dass dieser Satz auch eine Handlungsanweisung ist, verhalten wir uns auf eine völlig andere Weise. Zum Beispiel auch im Angesicht von Kritik.

Beim Familienstellen haben wir am Anfang mit den neuen Entdeckungen gearbeitet, ohne das wir uns viele Gedanken gemacht haben. Aber die Erfahrungen, die wir beim Familienstellen gesammelt haben, haben uns gezeigt, dass die Welt anders ist, als wir sie uns vorgestellt haben. Zum Beispiel kam über das Familienstellen ans Licht, dass ein System eine gemeinsame es steuernde Instanz hat, wie immer man sie dann benennt.

Zum Beispiel als gemeinsames Gewissen oder als gemeinsame Seele oder als ein morphisches Feld. Sobald wir das gesehen haben, müssen wir anders denken. Zum Beispiel müssen wir anders über das Gewissen denken und dem entsprechend auch anders handeln.

Was bedeuten die neuen Erkenntnisse für unser gegenwärtiges Handeln?
Auf einmal zeigt sich etwas, was im Titel dieser Tagung "Helfen und Lassen" verdichtet angedeutet ist. Die Frage ist jetzt: Was müssen wir lassen, wenn wir helfen? Denn wenn ich philosophisch denke und wenn ich wirklich sehe, dass alles gesteuert wird von einer anderen Kraft, gibt es vor dieser Kraft keine Guten oder Bösen. Diese Unterscheidung fällt weg. Also, Helfen gelingt hier, wenn ich das Urteilen lasse. Ich lasse es aus philosophischer Einsicht.

Es kommt also zum Beispiel eine Klientin und erzählt: "Ich bin vergewaltigt worden" oder "Ich bin ein Opfer von Missbrauch." Sofort wird etwas in uns mobilisiert. Wir nehmen Partei. Dann können wir nicht mehr helfen. Wenn ich aber mit dem Geist gehe, dann sehe ich die so genannten Täter auf der gleichen Ebene wie die so genannten Opfer. Ich sehe sie als Menschen gleicher Art. Von unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlicher Verstrickung und doch mit gleichem Recht.

Wenn ich also in dem Augenblick, in dem ich so etwas höre, mich zurücknehme und jedem der Betroffenen gleichermaßen einen Platz in meinem Herzen gebe, bin ich mit dem Geist verbunden und bekomme von daher Einsichten und Kraft, die weiterführen.

Nun ist es ja gegenwärtig so, wenn das Familienstellen und das, was sich daraus entwickelt hat, angegriffen wird, wird es angegriffen von solchen, die unterscheiden zwischen Tätern und Opfern, die wollen, dass man die Täter verfolgt, zum Beispiel, und so in ihrer Seele selbst Mörder werden. Diese Angriffe sind nicht so leicht auszuhalten. Aber wenn ich diese Einsicht auch auf sie anwende, nehme ich auch sie in mein Herz. Auch sie sind im Geist. Was ich dann handelnd mache, das ist Gehen mit dem Geist. Da liegt die Zukunft. Da liegt das Versöhnende und das, was das Leben weiterbringt.
Habe ich deine Frage jetzt beantwortet?
Anwort des Fragestellers: Das ist jenseits von Ursache und Wirkung.
Ja, es ist jenseits davon, natürlich. Noch eine Frage?
Meine Frage ist: Wenn meine Seele unter den Ordnungen des Geistes leidet, wem habe ich dann Folge zu leisten: der Seele oder dem Geist?

Die Versöhnung im Geist
Ich mache eine kleine Meditation. Ihr könnt die Augen zumachen. Sammelt euch zuerst. Wenn die Seele leidet, wo spüren wir sie im Leib? Wir lassen uns vom Leiden der Seele hinführen zu der Stelle im Körper, die ebenfalls leidet. - Dann gehen wir mit der Seele in diese Stelle hinein, werden gleichsam mit ihr eins und versuchen zu ergründen und zu spüren, in welche Richtung sie schaut. Vielleicht auch auf welche Person sie schaut. Vielleicht auf eine Person, an der wir schuldig wurden. Oder eine Person, die ausgestoßen war. Oder eine Person, der wir böse sind.

Dann schauen wir im Geist auf diese Person mit Liebe. - Wir warten, was von dieser Person oder von dieser Situation als Gabe uns geschenkt wird, und nehmen es in unseren Leib und in unsere Seele.

Okay, noch was über den Geist. Der Geist ist leicht. Wer im Geiste wandelt ist leichtfüßig. Er beschwert die Erde nur wenig. Und er beschwert einen Klienten nur wenig. Und er ist glücklich im Angesicht von allem, wie es ist. Also, das Gehen mit dem Geist macht alles einfach.

 

 

Gehen mit der Gottes-Liebe
Gehen mit der Gottesliebe beschreibt eine Erfahrung, die jedem Menschen zugängig ist. Denn jeder Mensch kann in sich erfahren, was es bewirkt, wenn er allem zugewandt ist, wie immer es auch sein mag. Diese Zuwendung zu allem, wie es ist, kommt aus der Sammlung. Sie kommt auch aus der Einsicht, daß die schöpferische Bewegung, die in allem, was sie bewegt, am Werk sein muß, daß sie allem, was sie bewegt und wie sie es bewegt, zugewandt ist. Daher kann nichts von dem, was sie bewegt, aus dieser Zuwendung herausfallen.

Was es ist, das alles bewegt, bleibt uns verborgen. Daher bleibt uns auch verborgen, ob wir es Gott nennen dürfen und ob wir diese Bewegung Gottes Liebe zuschreiben dürfen. Dennoch gibt dieses Bild dieser Erfahrung einen Inhalt, der sie für uns kostbar macht. Sie fügt ihr aber als solcher nichts hinzu. Sie nimmt ihr auch nichts weg, vorausgesetzt, daß wir rein in der Erfahrung bleiben. Sie ist lediglich die Erfahrung einer inneren Bewegung, die etwas bewirkt.

Sie bewirkt zuerst etwas in uns. Sie ist eine Erfahrung von Liebe, die allem zugewandt ist, doch in keiner Weise in seine Bewegungen eingreift, weder mit einem Wunsch, noch aus Mitleid, noch aus Furcht. Denn da es keine eigne Bewegung ist, sondern die Hingabe an eine andere Bewegung, die uns wie von außen im Inneren erfaßt, ist sie im Einklang mit allen anderen Bewegungen, von denen alles in dieser Welt erfaßt wird, und mit der Richtung, die sie nehmen. Im Gehen mit dieser Bewegung, bewegen wir uns daher zuerst nach innen, in den Einklang mit dieser Bewegung, ohne uns selbst zu bewegen. Wir lassen uns von dieser Bewegung erfassen, und bleiben in dieser Bewegung ohne eigne Bewegung gesammelt.

Gehen  mit der Gottes-Liebe ist daher keine tätige Liebe. Tätig wird diese andere Liebe, nicht unsere eigene. Dennoch hat das Gehen mit der Gottes-Lliebe weit tragende Folgen.

Als Erstes schenkt sie uns Einsicht. Denn das Gehen  mit der Gottes-Liebe führt uns auf einen Erkenntnisweg. Wir erkennen, wohin ihre Bewegung geht: erstens für uns selbst, zweitens für andere persönlich, drittens für eine Gruppe, in der es Konflikte gibt. Weil wir, wenn wir mit der Gottesliebe gehen, allen gleichermaßen zugewandt sind, erkennen wir auf, was allen entspricht. Das heißt, wir finden den Hinweis, der alle in der Bewegung der Gottesliebe hält und sie in ihr sowohl miteinander als auch auf ein ihnen gemeinsam entsprechendes Ziel hin verbindet.

Das heißt aber nicht, daß wir diese Einsicht auch mitteilen müssen. Oft genügt es, daß wir sie haben. Da alle gleichermaßen von dieser Bewegung bewegt werden, braucht diese Einsicht keine Vermittlung.

Doch manchmal, wenn es die Umstände erfordern, gehen wir mit der Gottes-Liebe nur, wenn wir die entscheidende Einsicht auch sagen. Wenn dieses Sagen aus dem Gehen mit der Gottes-Liebe kommt, führt es den anderen zum eigenen Gehen mit der Gottes-Liebe und zur eignen Sammlung. Damit löst er sich sofort von dem, der es gesagt hat, so daß er aus dem Blick entschwindet. Alle bleiben bei ihrer Bewegung, bei ihrem Gehen mit der Gottes-Liebe, ohne einander zu nahe zu treten. Sie bleiben einzeln und sind einander dennoch mit Liebe verbunden.